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Holz A4 entsorgen – Container für belastetes und imprägniertes Holz

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Autor: Sven Wähnke
Lesezeit: 10 Minuten
Datenstand: 28. Juli 2026

Beim Rückbau, bei Renovierungen oder bei Arbeiten im Außenbereich fallen des Öfteren Holzabfälle an, die nicht einfach mit normalem Bauholz oder über den Sperrmüll entsorgt werden dürfen. Vor allem im gewerblichen Bereich, aber auch bei privaten Großprojekten, spielt Holz der Kategorie A4 eine zentrale Rolle: belastetes, imprägniertes oder beschichtetes Holz, das aufgrund seiner Inhaltsstoffe einer gesonderten Entsorgung zugeführt werden muss.

Was ist Holz A4?

Holz A4 umfasst sämtliche Holzabfälle, die durch chemische Behandlung oder durch jahrzehntelangen Außeneinsatz belastet sind – etwa durch Holzschutzmittel, Druckimprägnierung oder starke Witterungseinflüsse. Diese Holzart unterscheidet sich deutlich von A1-Holz (naturbelassen), A2-Holz (verleimt/beschichtet ohne Schadstoffe) und A3-Holz (lackiertes Innenholz ohne gefährliche Inhaltsstoffe) – eine ausführliche Erklärung aller vier Klassen finden Sie auf unserer Seite Altholz entsorgen – Container für Holz A1–A3.

Container für behandeltes Holz

Zu den häufigsten Quellen für A4-Holz gehören ältere Gartenkonstruktionen, Terrassen, Zäune, Balkongeländer, Bahnschwellen, Leitungsmasten sowie Dachstühle und Dachbalken, die jahrzehntelang im Einsatz waren. Dieses Holz ist nicht mehr recycelbar und muss in speziellen Anlagen thermisch verwertet werden.

Container für behandeltes Holz

AVV-Schlüssel für Holz A4

Für gewerbliche Betriebe ist die korrekte Einordnung nach der Abfallverzeichnis-Verordnung relevant:

AVV-SchlüsselAbfallartEinstufung
17 02 04*Holz mit gefährlichen Stoffen (A4)gefährlich – separater A4-Container erforderlich
17 02 01Holz (A1–A3, Bau-/Abbruchabfall, nicht gefährlich)nicht gefährlich – Standard-Altholzcontainer
15 01 03Verpackungen aus Holz (Paletten, Holzkisten)nicht gefährlich
03 01 05Holzbearbeitungsreste (Sägespäne, Sägemehl)nicht gefährlich

Der Stern (*) markiert Holz A4 als gefährlichen Abfall. Für Entsorgungsnachweise und Begleitscheine ist dieser Schlüssel maßgeblich.

Welche Materialien gehören in den A4-Container?

Checkliste was in den A4 Holz Container darf & was nicht
Erlaubt sind insbesondereNicht erlaubt sind
Mit Holzschutzmittel behandeltes HolzMöbel, Parkett, Laminat (zählen nicht zu A4-Holz, sondern zu Misch- oder Sperrmüll)
(Druck-)Imprägniertes HolzMetalle oder Bauteile mit massivem Metallanteil
Schadstoffbelastetes HolzBauschuttabfälle wie Stein, Beton, Keramik, Mauerwerk, Estrich, Dachziegel
Holz aus dem Außenbereich (z. B. Außentüren, Fensterrahmen, Holzzäune)Flüssigkeiten, Farben, Öle, Lacke, Klebstoffe
Dachstühle, Dachbalken, HopfenstangenHölzer über 300 cm Länge
LeitungsmastenGefährliche Abfälle wie Chemikalien, Teer, Gussasphalt, Asbest
RebpfähleDämmstoffe und Isoliermaterialien (Glaswolle, Styropor, Mineralfasern)
Jägerzäune, Holzzäune Dachpappe jeglicher Art

Die A4-Materialien im Überblick

Alle unten genannten Materialien gehören gleichermaßen zur Kategorie A4, weil sie entweder chemisch behandelt, imprägniert oder durch jahrzehntelangen Außeneinsatz mit Schadstoffen belastet sind:

  • Mit Holzschutzmittel behandeltes Holz: Holzschutzmittel sollen vor Schädlingen und Fäulnis schützen, enthalten aber oft Biozide, die eine gesonderte Entsorgung erfordern.

  • (Druck-)Imprägniertes Holz: Die Imprägnierung dringt tief ins Holz ein und lässt sich nicht mehr entfernen – das Material bleibt dauerhaft belastet.

  • Schadstoffbelastetes Holz: Holz, das über Jahre Schadstoffe aus Behandlung oder Umgebung aufgenommen hat, unabhängig von der ursprünglichen Nutzung.

  • Holz aus dem Außenbereich (Außentüren, Fensterrahmen, Holzzäune): Wetterschutzbehandlungen und jahrzehntelange Witterungseinflüsse machen dieses Holz zu A4.

  • Dachstühle, Dachbalken: Häufig mit Holzschutzmitteln gegen Schädlinge und Pilzbefall behandelt, besonders bei älteren Gebäuden.

  • Leitungsmasten: Wie Bahnschwellen meist mit teerölhaltigen Mitteln druckimprägniert, um Witterung und Schädlingsbefall standzuhalten.

  • Jägerzäune und Zäune: Klassisches Außenholz, das zum Schutz vor Witterung imprägniert oder mit Holzschutzmitteln behandelt wurde.

  • Bahnschwellen: Meist mit teerölhaltigen Mitteln wie Kreosot behandelt, erkennbar an schwarzen, klebrigen Anhaftungen und teerartigem Geruch.

Allen gemeinsam ist: Die enthaltenen Schadstoffe (etwa Holzschutzmittel, Teeröle oder Imprägnierungen) dürfen nicht gemeinsam mit normalem Bauholz verbrannt oder recycelt werden, sondern müssen in speziellen Anlagen mit entsprechender Filtertechnik behandelt werden.

Preise für den Holz A4 Container

Alle Preise verstehen sich inklusive Transport, Anlieferung, Abholung und Entsorgung.

Bundesweite Preisspannen
ContainergrößePreisspanne
3 m³ab 229 € – 599 €
5 m³ab 269 € – 699 €
7 m³ab 329 € – 879 €
10 m³ab 439 € – 1.219 €
20 m³ab 739 € – 1.279 €
36 m³ab 1.769 € – 2.129 €

Das Größenangebot variiert je nach Standort – einige Regionen bieten zusätzliche Zwischengrößen an, z. B. 2,5 m³ ab 199 €, 5,5 m³ ab 849 €, 6 m³ ab 539 €, 12 m³ ab 579–799 €, 24 m³ ab 929 € oder 40 m³ ab 1.309 €. Den exakten Preis für Ihre PLZ zeigt der Online-Konfigurator sofort an.

Zum Vergleich: Ein unbehandelter Holz-A1-A3-Container kostet bei 3 m³ zwischen ab 220 € und ab 349 € – die A4-Variante liegt durchgehend höher, da die Entsorgung aufwendiger ist.

Warum behandelte Hölzer getrennt entsorgt werden müssen

Holz der Kategorie A4 ist meist mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt – Imprägnierungen, Beschichtungen oder Schutzlasuren, die Feuchtigkeit und Schädlingsbefall verhindern sollen. Diese Stoffe können für Mensch und Umwelt schädlich sein und dürfen nicht gemeinsam mit normalem Bauholz verbrannt oder zerkleinert werden. Stattdessen erfolgt die Behandlung in speziellen Anlagen, die diese Holzarten sicher thermisch verwerten und dabei Schadstoffe herausfiltern.

Typische Projekte mit A4-Holz

Erneuerung alter Gartenzäune, Sichtschutzwände oder Terrassenkonstruktionen: Holzzäune, Jägerzäune und Pfosten sind oft druckimprägniert und nach vielen Jahren im Freien fast immer als A4 einzustufen.

Rückbau eines Gartenhauses, Carports oder Holzschuppens: Dachbalken, Wandverkleidungen, Türrahmen und oft auch Holzböden fallen in relevanten Mengen als A4-Holz an.

Sanierung alter Fenster und Außentüren: Alte Fensterrahmen, Außentüren und Balkongeländer wurden meist mit mehreren Schutzschichten versehen und zählen daher zu A4.

Rückbau von Dachstühlen: Ältere Dachkonstruktionen wurden häufig mit Holzschutzmitteln gegen Schädlinge behandelt und gehören ebenfalls zu A4.

Entfernen alter Leitungsmasten oder Bahnschwellen: Beide wurden meist mit teerölhaltigen Mitteln behandelt und fallen bei Rückbauarbeiten im ländlichen oder gewerblichen Umfeld an.

Containergröße wählen

Da A4-Holz oft aus großen, sperrigen Bauteilen besteht (Balken, Pfosten, Bahnschwellen, Zäune), entsteht schnell ein hohes Volumen. Für kleinere Projekte wie einen Gartenzaun reichen häufig 3–5 m³, größere Rückbauten wie Dachstühle oder Terrassen benötigen meist 7–10 m³. Wichtig: Das Holz darf maximal 300 cm lang sein, längere Elemente müssen vorher zugeschnitten werden.

FAQ: Holz A4 entsorgen

Was kostet die Entsorgung von A4-Holz?

Ein 3-m³-Container kostet bundesweit zwischen ab 369 € und ab 599 €, ein 7-m³-Container zwischen ab 329 € und ab 879 €. Den exakten Preis für Ihre PLZ zeigt der Online-Konfigurator.

Ist A4-Holz ein gefährlicher Abfall?

Ja, Holz A4 wird nach AVV-Schlüssel 17 02 04* als gefährlicher Abfall eingestuft, da es Schadstoffe wie Holzschutzmittel, Imprägnierungen oder Teeröle enthält.

Wie wird A4-Holz entsorgt?

A4-Holz wird in speziellen, dafür zugelassenen Anlagen thermisch verwertet. Moderne Filtertechnik sorgt dafür, dass Schadstoffe zurückgehalten und nicht in Luft, Boden oder Wasser freigesetzt werden.

Was ist alles A4-Holz?

Dazu zählen mit Holzschutzmittel behandeltes und (druck-)imprägniertes Holz, schadstoffbelastetes Holz, Holz aus dem Außenbereich wie Außentüren, Fensterrahmen und Holzzäune, Dachstühle und Dachbalken sowie Leitungsmasten, Jägerzäune, Zäune und Bahnschwellen.

Sind Dachlatten A4-Holz?

Das kommt auf die Behandlung an. Unbehandelte oder nur leicht behandelte Dachlatten zählen meist zu A1–A3. Wurden sie mit Holzschutzmitteln imprägniert, gehören sie zu A4.

Sind Bahnschwellen, Leitungsmasten oder Zäune A4-Holz?

Ja. Alle drei wurden in der Regel mit teerölhaltigen oder anderen Holzschutzmitteln behandelt, um sie witterungsbeständig zu machen, und gehören deshalb zur Kategorie A4.

Warum zählen Dachstühle und Dachbalken oft zu A4-Holz?

Ältere Dachstühle wurden häufig mit Holzschutzmitteln gegen Schädlinge und Pilzbefall behandelt. Ist eine solche Behandlung erkennbar oder bekannt, zählt das Holz zu A4.

Ist kesseldruckimprägniertes Holz in die Klasse A4 einzustufen?

Ja, kesseldruckimprägniertes Holz zählt zur Kategorie A4, da die Druckimprägnierung tief in das Holz eindringt und dauerhaft Schadstoffe enthält.

Kann ich Möbel mit in den Container für Holz A4 werfen?

Nein. Möbelstücke enthalten neben Holz oft andere Materialien wie Metalle, Glas oder Kunststoffe. Dafür eignet sich ein Sperrmüllcontainer.

Wie groß darf das Holz sein, das ich einwerfe?

Die maximale Länge beträgt 300 cm. Längere Balken oder Bahnschwellen müssen vorher zugeschnitten werden.

Was ist der Unterschied zwischen Holz A1 bis A3 und A4?

A1 bis A3 umfassen unbehandeltes bis leicht behandeltes Holz ohne Schadstoffe und können recycelt werden. A4 ist schadstoffbelastetes Holz, das aufgrund von Holzschutzmitteln, Imprägnierungen oder Teerölen nur thermisch verwertet werden darf. Die vollständige Erklärung aller Klassen finden Sie auf unserer Altholz-A1-A3-Seite.

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