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Grasnarbe entsorgen – Container für Boden & Erdaushub mit Steinen

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Autor: Sven Wähnke
Lesezeit: 12 Minuten

Sie bauen oder graben auf dem eigenen Grundstück? Gestalten Ihren Garten oder die Einfahrt neu? Kaum ein Projekt erzeugt so viel Erdaushub wie das Ausheben einer Baugrube, das Entfernen von Rasenflächen oder das Abtragen von Mutterboden. Sobald Grasnarbe, Steine oder kleine Fremdstoffe dazukommen, wird aus einfachem Boden ein gemischter Aushub, der korrekt entsorgt werden muss.

Viele Bauherren und Gartenbesitzer unterschätzen die Anforderungen, die an die Entsorgung von Boden mit Grasnarbe gestellt werden. Deswegen gibt es einen eigenen Container für Boden & Erdaushub mit Grasnarbe und Steinen – speziell für gemischten Bodenaushub, der nicht mehr als reiner Boden gilt.

Grasnarbe entsorgen: Kann ich das einfach beim Wertstoffhof abgeben?

Wertstoffhöfe

Eine der meistgestellten Fragen rund um dieses Thema. Die Antwort: Ja, kleinere Mengen Grasnarbe nehmen viele Wertstoffhöfe an, meist über die Grünschnitt- oder Biotonnen-Annahme und häufig gegen eine Gebühr nach Gewicht oder Volumen. Für größere Mengen aus einem Bauprojekt – etwa beim Abtragen einer ganzen Rasenfläche – ist der Transport zum Wertstoffhof in der Regel unpraktisch und ein Container die deutlich effizientere Lösung.

Kann ich Grasnarbe mit Erde zusammen entsorgen? Ja – genau dafür ist dieser Container gedacht. Grasnarbe, die beim Ausheben an der Erde hängen bleibt, muss nicht mühsam abgetrennt werden, solange der überwiegende Anteil Boden bleibt.

Kann ich Grasnarbe kompostieren, statt sie zu entsorgen? Kleinere Mengen frisch abgestochener Grasnarbe lassen sich grundsätzlich kompostieren, allerdings zersetzt sie sich aufgrund der dichten Wurzelfilze deutlich langsamer als reiner Grünschnitt und sollte klein gehäckselt werden. Bei größeren Mengen aus einem Bauprojekt ist die Entsorgung über einen Container meist praktikabler.

Wann benötigt man diesen Container statt des reinen Bodenaushub-Containers?

Die klare Abgrenzung zum Container für reinen Boden & Erdaushub liegt nicht allein bei den Steinen, sondern vor allem bei Grasnarbe und Wurzeln:

Checkliste: Was darf wo rein?
MerkmalReiner Erdaushub-ContainerContainer mit Grasnarbe & Steinen
Erde, Sand, Lehm, Ton, MutterbodenJaJa
GrasnarbeNeinJa, als übliche Beimengung
Wurzelreste (klein, Richtwert bis ca. 5 cm Durchmesser)NeinJa
Steinenur vereinzelt, unter 10 cmauch mehr/größer, bis max. 10 % Gesamtanteil
Mineralische Reste (Ziegel, Beton, Putz, Fliesen)NeinJa, bis max. 10 % Gesamtanteil
Dicke Wurzelstücke, BaumstubbenNein Nein – gehört in den Container für Stämme und Wurzeln

Die Faustregel: Ist beim Aushub Grasnarbe oder sind Wurzelreste dabei, kommt unabhängig von der Steingröße dieser Container zum Einsatz. Ist der Boden dagegen komplett frei von Bewuchs, aber es liegen nur vereinzelt kleine Steine unter 10 cm vor, reicht der reine Erdaushub-Container – und ist günstiger.

Ein Beispiel aus der Praxis: Sie legen eine Terrasse neu an und finden unter dem Rasen eine Mischung aus Grasnarbe, Erde, Wurzelresten und einer dünnen Kiesschicht – die richtige Wahl ist dieser Container. Heben Sie dagegen ein Fundament für eine Garage aus und fördert der Bagger nur sandigen, unbewachsenen Boden zutage, reicht der reine Bodenaushub-Container.

Wann benötigt man einen Container für Boden & Erdaushub mit Grasnarbe und Steinen?

In der Praxis entstehen solche Mischungen fast automatisch. Beim Ausheben eines Fundaments bleibt die oberste Schicht, die Grasnarbe, an den Erdteilen hängen. Beim Entfernen von Gartenflächen mischen sich Wurzelreste, Kies oder kleine Steine darunter. Beim Abtragen alter Wege oder Terrassen gelangen mineralische Materialien wie Mörtel oder Ziegelstücke in den Aushub.

Sie benötigen diesen Container, wenn:

  • Grasnarben, kleine Wurzelreste oder organische Bestandteile enthalten sind

  • sich Kies, Sandstein, Natursteine oder kleinere Steine im Erdreich befinden

  • beim Ausschachten einer Baugrube mineralische Materialien zum Vorschein kommen

  • der Boden beim Einfüllen nicht vollständig getrennt werden kann

  • geringe Reste von Putz, Beton oder Ziegelbruch enthalten sind

Was kostet ein Container für Boden & Erdaushub mit Grasnarbe und Steinen?

Alle Preise verstehen sich inklusive Transport, Anlieferung, Abholung und Entsorgung sowie bis zu 21 Tage kostenloser Stellzeit.

ContainergrößePreisspanne
3 m³ab 359 € – 649 €
5 m³ab 439 € – 609 €
6 m³ - Abrollcontainerab 579 € - 799 €
7 m³ ab 559 € – 1.049 €

Die Spannen basieren auf einer Stichprobe verschiedener Regionen. Der genaue Preis hängt von Ihrer Postleitzahl, der Bodenbeschaffenheit und regionalen Deponiegebühren ab – den exakten Preis für Ihre PLZ zeigt Ihnen der Online-Konfigurator sofort an.

Zum Vergleich: Der reine Erdaushub-Container ohne Grasnarbe liegt bei 3 m³ zwischen ab 290 € und ab 589 €, ist also durchgehend etwas günstiger als die Variante mit Grasnarbe und Steinen.

Warum ist Grasnarbe entsorgen teurer als reiner Erdaushub? Grasnarbe und Wurzelreste erschweren die Aufbereitung des Bodens in der Behandlungsanlage – der Aushub muss gesiebt und von organischem Material getrennt werden, bevor er für Rekultivierung oder Landschaftsbau wiederverwendet werden kann. Das treibt die Entsorgungskosten gegenüber reinem, sofort wiederverwertbarem Boden leicht nach oben.

Zulässige Materialien im Container für Boden & Erdaushub mit Grasnarbe und Steinen

Der überwiegende Anteil muss Boden sein – Erde, Sand oder Mutterboden.

Erlaubt:

  • Bodenaushub wie Erdreich, Sand und Mutterboden

  • Grasnarbe und leichte Beimengungen von Lehm oder Kies

  • Kleine Wurzelreste und verdichtete Vegetationsreste (Richtwert: bis ca. 5 cm Durchmesser)

  • Mineralische Bestandteile wie Mauerwerk, Ziegelsteine, Betonreste, Fliesen, Kacheln, Dachziegel oder Putzreste (max. 10 % Gesamtanteil)

Nicht erlaubt:

  • Grünschnitt, Laub, dicke Wurzelstücke oder Baumstubben (→ Stämme und Wurzeln)

  • Holz, behandeltes Material, Folien, Gips, Rigipsplatten

  • Kabel, Rohre, Metalle

  • Leichtbausteine wie Ytong oder Poroton (→ Leichtbaustoffe bzw. Bauschutt)

  • Glasreste, Dachpappe, Dämmstoffe, Fensterrahmen, Kunststoffe, Papier

  • Flüssigkeiten und gefährliche Stoffe (Lacke, Öle, Chemikalien, Asbest, Teer, Gussasphalt)

Werden verbotene Stoffe eingeworfen, wird der komplette Inhalt als andere Abfallart eingestuft, was zu Nachberechnung führt.

Die richtige Containergröße

Erdaushub ist schwer: Ein Kubikmeter Erde kann zwischen 1,3 und 1,8 Tonnen wiegen. Ein 5-m³-Container eignet sich für kleinere Gartenprojekte wie das Entfernen einer Rasenfläche. Für mittelgroße Baugruben sind 7–10 m³ üblich. Bei größeren Fundamenten oder dem Ausheben eines Pools werden häufig mehrere Container benötigt, da ein einzelner Container aus statischen Gründen nicht beliebig viel Gewicht aufnehmen darf.

Bodenaushub richtig vorbereiten und einfüllen

  • Boden möglichst locker einfüllen, nicht verdichten

  • große Steine separat sammeln und später gemeinsam einwerfen

  • Grasnarbe nur in Mengen einfüllen, die den Bodenanteil nicht verdrängen

  • keine dicken Wurzeln oder Pflanzenreste beimischen

  • die 10-%-Grenze für mineralische Fremdstoffe im Blick behalten

Saisonale Besonderheiten

Frühjahr: Hohe Nachfrage, feuchte und schwere Böden – Container frühzeitig reservieren.

Sommer: Trockene Böden lassen sich leichter ausheben und transportieren – meist die günstigste Zeit für Erdarbeiten.

Herbst: Durch Regen wird der Boden schwerer. Wichtig: Grasnarbe ist erlaubt, Laub und Grünschnitt jedoch nicht – hier passieren die meisten Befüllfehler.

Winter: Frost und Nässe erschweren Aushub und Abholung; Erdarbeiten möglichst vorher abschließen.

FAQ: Grasnarbe & Erdaushub mit Steinen entsorgen

Kann ich Grasnarbe beim Wertstoffhof entsorgen?

Ja, kleinere Mengen nehmen viele Wertstoffhöfe an, meist über die Grünschnitt- oder Biotonnen-Annahme gegen eine Gebühr nach Gewicht. Für größere Mengen aus einem Bauprojekt ist ein Container die praktischere Lösung.

Kann ich Grasnarbe mit Erde zusammen entsorgen?

Ja, genau dafür ist dieser Container gedacht. Grasnarbe, die beim Ausheben an der Erde hängen bleibt, muss nicht getrennt werden, solange der überwiegende Anteil Boden bleibt.

Kann ich Grasnarbe im Erdaushub entsorgen, oder brauche ich einen anderen Container?

Enthält der Erdaushub Grasnarbe, ist unabhängig von der Steingröße dieser Container die richtige Wahl – nicht der reine Bodenaushub-Container, der Grasnarbe grundsätzlich ausschließt.

Kann man Grasnarbe kompostieren?

Kleinere Mengen frisch abgestochener Grasnarbe können kompostiert werden, zersetzen sich wegen der dichten Wurzelfilze aber deutlich langsamer als reiner Grünschnitt und sollten vorher gehäckselt werden. Bei größeren Mengen ist die Entsorgung über einen Container praktikabler.

Was kostet es, eine Tonne Grasnarbe zu entsorgen?

Ein 3-m³-Container kostet bundesweit zwischen ab 359 € und 649 €, ein 5-m³-Container zwischen ab 439 € und 609 €, ein 7-m³-Container zwischen ab 559 € und .049 €. Da Grasnarbe und feuchter Boden sehr schwer sind (bis zu 1,3 Tonnen pro Kubikmeter), wirkt sich das Gewicht direkt auf den Preis aus. Den exakten Preis für Ihre PLZ zeigt der Online-Konfigurator.

Warum ist Grasnarbe entsorgen so teuer?

Grasnarbe und Wurzelreste müssen in der Bodenbehandlungsanlage gesiebt und von organischem Material getrennt werden, bevor der Boden wiederverwertet werden kann. Das macht die Entsorgung etwas teurer als bei reinem, sofort wiederverwertbarem Erdaushub.

Wie dick dürfen Wurzelreste im Container sein?

Als Richtwert gelten Wurzelreste bis etwa 5 cm Durchmesser als unproblematisch. Dickere Wurzelstücke oder ganze Baumstubben gehören nicht in diesen Container, sondern in den Container für Stämme und Wurzeln.

Was passiert, wenn zu viele Steine oder nicht erlaubte Stoffe im Aushub sind?

Überschreiten die mineralischen Beimengungen die 10-%-Grenze oder gelangen unerlaubte Stoffe wie Grünschnitt, Holz oder Bauschutt in den Container, wird die Ladung als teurer Mischabfall berechnet oder die Abholung abgewiesen.

Wie vermeide ich eine Überladung des Containers?

Bodenaushub sollte locker eingefüllt und nicht verdichtet werden. Feuchter Lehm kann bis zu 1,8 Tonnen pro Kubikmeter wiegen. Im Zweifel empfiehlt sich eine größere Containergröße oder eine Teilung der Aushubmenge.

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Datenstand: 28. Juli 2026