Autor: Sven Wähnke
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Eine Baustellentoilette (auch Bauklo, Dixi-Ko, mobiles WC oder Toilettenkabine genannt) kostet je nach Ausstattung ab rund 119 € für 28 Tage Stellzeit, inklusive Transport, Aufstellung, Abholung und Entsorgung. Modelle mit Handdesinfektion liegen ab 129 €, Varianten mit Handwaschbecken ab 199 €. Jede zusätzliche Woche über die 28 Tage hinaus kostet ab 29,75 €. Pflicht ist die Baustellentoilette laut Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und ASR A4.1, sobald Beschäftigte regelmäßig auf der Baustelle arbeiten – zahlen muss sie gesetzlich der Arbeitgeber.
Die Grundmiete deckt bereits 28 Tage Stellzeit ab – das entspricht in etwa einem Monat. Die Preise unterscheiden sich nach Ausstattungsvariante:
| Modell | Ausstattung | Preis für 28 Tage* | Verlängerungswoche* |
|---|---|---|---|
| Standard | WC + Urinal | ab 119 € | ab 29,75 € |
| Handdesinfektion | WC + Urinal + Handdesinfektionsspender | ab 129 € | ab 32,25 € |
| Waschbecken (Comfort+) | WC + Urinal + Handwaschbecken (anschlussfrei) | ab 149 € | ab 37,25 € |
| Roomy | Rollstuhlgerecht, WC + Handdesinfektionsspender | ab 199 € | ab 49,75 € |
*Alle Preise inkl. 19% MwSt., Transport, Aufstellung, Abholung, Entsorgung und wöchentlicher Reinigung. Regional (je nach PLZ) sind Abweichungen möglich.
Rechnerisch entspricht die Grundmiete für 28 Tage bei der Standardkabine knapp 30 € pro Woche (119 € ÷ 4 Wochen) – das deckt sich mit dem Preis der offiziellen Verlängerungswoche von 29,75 €. Wer eine Toilette nur für wenige Tage braucht, zahlt trotzdem die volle 28-Tage-Pauschale, da Anbieter in der Regel keine Tagespreise anbieten.
Für eine typische Bauphase von 2–3 Monaten liegen die Gesamtkosten bei einer Standardkabine überschlägig zwischen 180 € und 240 € (Grundmiete plus 4–8 Verlängerungswochen).
Was im Preis enthalten ist, im Überblick:
Transport, Aufstellung und Abholung
Fachgerechte Entsorgung der Abwässer
Wöchentlicher Reinigungsservice mit Hochdruckreinigung
Auffüllen von WC-Papier und Verbrauchsmaterial
Ja. Sobald Mitarbeiter regelmäßig oder über mehrere Stunden auf einer Baustelle arbeiten, ist der Arbeitgeber laut Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A4.1 „Sanitärräume“) verpflichtet, hygienische Toilettenanlagen bereitzustellen. Bei kleineren Baustellen ohne Gebäude oder Wasseranschluss ist eine mobile, anschlussfreie Toilette die vorgeschriebene Lösung.
Die Mindestanzahl richtet sich nach der Teamgröße:
| Beschäftigte auf der Baustelle | Mindestanzahl Toiletten |
|---|---|
| bis 10 Personen | 1 WC |
| 11–20 Personen | 2 WC |
| 21–30 Personen | 3 WC |
| 31–40 Personen | 4 WC |
Weitere Pflichten aus der ArbStättV:
Der Weg vom Arbeitsplatz zur Toilette darf maximal 100 Meter betragen.
Die Kabine muss regelmäßig gereinigt werden – wöchentlich ist Standard.
Von Oktober bis April müssen Toilettenkabinen beheizbar sein.
Ab dem ersten Arbeitstag mit anwesendem Personal – nicht erst ab einer bestimmten Bauzeit oder Projektgröße.
Folgen bei Verstoß: Fehlt eine Toilette oder werden die Vorgaben nicht eingehalten, drohen nach § 9 ArbStättV Bußgelder von bis zu 5.000 Euro. Kommen durch fehlende oder unhygienische Sanitäranlagen Gesundheitsschäden hinzu, kann zusätzlich eine persönliche Haftung des Arbeitgebers greifen; Behörden können zudem einen Baustopp verhängen.
Die vollständigen Vorschriften, Hygienestandards und Wartungspflichten im Detail behandelt unser Artikel Toiletten auf Baustellen: Vorschriften, Pflichten und Hygienestandards.
Gesetzlich verpflichtet ist der Arbeitgeber – er muss die Sanitäranlage stellen und die Kosten tragen, das schreibt die Arbeitsstättenverordnung vor. Bei einem Bauunternehmen mit eigenem Personal ist das also die Baufirma selbst. Bei Generalunternehmer-Projekten wird die Kostenübernahme meist vertraglich zwischen Bauherr und beauftragten Gewerken geregelt; das ist im Einzelfall Vertragssache und nicht pauschal gesetzlich vorgeschrieben.
Für die Miete selbst gilt die oben stehende Preistabelle – unabhängig davon, wer die Rechnung am Ende begleicht.
Moderne Baustellentoiletten sind anschlussfrei, benötigen also keinen Wasser- oder Abwasseranschluss. Sie funktionieren über einen integrierten Tank (in der Regel rund 250 Liter Fassungsvermögen für ca. 400–700 Toilettengänge) und WC-Flüssigkeit zur Geruchsbindung. Bei der wöchentlichen Reinigung wird der Tank komplett geleert, gereinigt und desinfiziert.
Grundausstattung aller Varianten:
Toilette und Urinal
Gute Belüftung und Tageslicht
Rutschhemmender Boden, Kleiderhaken, Innen-Schloss
WC-Papierhalter und WC-Flüssigkeit
Als Faustregel gilt eine Kabine für bis zu 10 Personen (siehe Tabelle oben). Bei freistehenden Baustellen ohne weitere Sanitäreinrichtung empfiehlt sich zusätzlich ein Modell mit Handwaschbecken oder Desinfektionsspender.
Im Alltag kursieren mehrere Begriffe für dieselbe Sache – wer sucht, findet die gleiche Lösung oft unter anderem Namen:
Bauklo
Dixi-Klo (umgangssprachlich für mobile Toiletten generell, unabhängig vom Hersteller
Mobiles WC / mobile Toilette
Toilettenkabine
Baustellen-WC
Chemietoilette (umgangssprachlich, da über WC-Flüssigkeit statt Wasserspülung betrieben)
Gemeint ist in allen Fällen dieselbe anschlussfreie, mobile Sanitäreinheit.
Der Kauf einer Toilettenkabine (umgangssprachlich Dixi-Klo) ist grundsätzlich möglich, für die meisten Bauvorhaben aber wirtschaftlich wenig sinnvoll:
Eine neue Standard-Toilettenkabine kostet im Handel zwischen 600 und 1.500 € je nach Ausstattung und Hersteller.
Hinzu kommen laufende Kosten für Reinigung, Chemikalien und die Entsorgung der Abwässer – was eine zertifizierte Entsorgungsfirma erfordert.
Gebrauchte Kabinen sind ab ca. 200–400 € erhältlich, erfordern aber Eigenleistung bei Wartung und Entsorgungslogistik.
Für ein zeitlich begrenztes Bauprojekt rechnet sich der Kauf in der Regel nicht. Eine Miettoilette inkl. wöchentlichem Service und Entsorgung ist für Projekte bis zu mehreren Monaten die wirtschaftlichere und organisatorisch einfachere Lösung. Wer dauerhaft eine Kabine auf einem Betriebsgelände benötigt, kann den Kauf prüfen – aber auch dann ist die Entsorgungslogistik eigenständig zu organisieren.
Ab 119 € für die Standardkabine inklusive 28 Tagen Stellzeit, Transport, Entsorgung und wöchentlicher Reinigung.
Je nach Ausstattung zwischen 119 € (Standard) und 199 € (mit Waschbecken) für die ersten 28 Tage, danach ab 29,75 € pro zusätzlicher Woche.
Rechnerisch rund 30 € pro Woche bei der Standardkabine – die offizielle Verlängerungswoche kostet 29,75 €.
Nein – auch bei CURANTO wird kein Tagespreis angeboten. Die Grundmiete deckt immer 28 Tage Stellzeit ab, unabhängig davon, ob die Toilette nur einen Tag oder mehrere Wochen benötigt wird.
Die Grundmiete für 28 Tage liegt zwischen 119 € und 199 €, abhängig vom Modell (Standard, Handdesinfektion, Waschbecken).
Gesetzlich in der Pflicht ist der Arbeitgeber; bei Projekten mit mehreren Beteiligten wird die Kostenübernahme oft vertraglich geregelt.
Siehe Preistabelle oben – ab 119 € für 28 Tage, weitere Wochen ab 29,75 €.
Ja, laut Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und ASR A4.1, sobald regelmäßig Personal auf der Baustelle arbeitet.
Ab dem ersten Arbeitstag mit anwesenden Beschäftigten – unabhängig von der Baustellengröße.
Über einen anschlussfreien Tank (ca. 250 Liter) mit WC-Flüssigkeit zur Geruchsbindung, der wöchentlich geleert und gereinigt wird.
Umgangssprachlich auch Bauklo, mobiles WC, Toilettenkabine oder Chemietoilette.
Neben der Sanitärlösung fällt auf den meisten Baustellen auch Bauabfall an. Passend zur Baustellentoilette lohnt sich häufig gleich die Bestellung eines Containers – je nach Material zum Beispiel für Bauschutt sauber, Bauschutt verunreinigt, Baumischabfall (leichte Abfälle), Baumischabfall (schwere Abfälle), Leichtbaustoffe oder gemischte Verpackungen. Bei Garten- und Außenarbeiten rund um die Baustelle sind zudem Container für Grünschnitt und Gartenabfälle, Boden & Erdaushub oder Sperrgut und Sperrmüll gefragt. Fällt Verpackungsmaterial in größeren Mengen an, gibt es außerdem Lösungen für Verpackungen aus Papier und Pappe sowie für KMF Dämm- und Mineralwolle.
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